Embryonenspende

Embryonenspende

Embryonenspendenbehandlung (Eizellen- und Samenspende)

Für eine erfolgreiche IVF-Behandlung werden sowohl Eizellen als auch Spermien benötigt. Fehlen Eizellen und/oder Spermien aus medizinischen Gründen, wird eine Embryonenspendenbehandlung durchgeführt. Diese Behandlungsmethode kann sowohl von Paaren als auch von alleinstehenden Frauen in Anspruch genommen werden.

Bei dieser Behandlung wird eine Spenderin ausgewählt, deren physische Merkmale zu denjenigen der Empfängerin passen, und eine Eizellenspende durchgeführt. Für den Mann wird ein passender Spendersamen aus einer Samenbank ausgewählt.

Die Patientinnen können im Rahmen dieser Behandlung gleichzeitig eine PGT (Präimplantationsdiagnostik) zur Geschlechtsselektion durchführen lassen und so das Geschlecht ihres zukünftigen Kindes bestimmen.

Eine Embryonenspende kann als Kombination aus Eizellenspende und Samenspende angesehen werden.

Die Schwangerschaftsrate bei einer IVF-Behandlung mit Embryonenspende liegt im Durchschnitt bei 70-80%. Der Verlauf der Schwangerschaft nach einer erfolgreichen Embryonenspende entspricht dem einer normalen Schwangerschaft. Die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt ist vergleichbar mit der bei normalen Schwangerschaften.

Vorbereitung der Empfängerin für eine Embryonenspendenbehandlung

Vor Beginn der Behandlung werden alle notwendigen Routineuntersuchungen durchgeführt. Ist das Ergebnis in Ordnung, wird mit der Vorbehandlung begonnen. Hierbei erhält die Empfängerin Medikamente zur Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf den Embryonentransfer. Dieser Prozess dauert etwa 12-18 Tage und findet im Heimatland der Patientin statt. Nach Abschluss der Vorbehandlung wird die Reise nach Zypern geplant und die Patientin bei der Anreise unterstützt. Der Eingriff in Zypern dauert 2-3 Tage.

Notwendige Untersuchungen bei der Empfängerin:

  1. FSH, LH, E2 und PRL (am 2. oder 3. Tag der Menstruation)
  2. TSH, T3, T4
  3. Blutbild
  4. Nüchternblutzucker
  5. Harnstoff, GOT, GPT
  6. PT, INR, aPTT
  7. Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin D
  8. Blutgruppe
  9. HBsAg, Anti-HCV, HIV, VDRL
  10. Beckenultraschall

Notwendige Informationen von der Empfängerin:

  1. Letzter Tag der Menstruation
  2. Bild (zur Auswahl der Spenderin)
  3. Behandlungsentscheidung

Zusätzliche Untersuchungen für Frauen ab 45 Jahren:

  1. Attest des Kardiologen: Ausschluss von kardiologischen Risiken für eine Schwangerschaft (EKG und Echokardiogramm erforderlich).
  2. Attest des Internisten: Ausschluss innerer Erkrankungen, die einer Schwangerschaft entgegenstehen.
  3. Ganzkörper-Ultraschall.

Zusätzliche Untersuchungen für Frauen ab 50 Jahren:

  1. Attest des Kardiologen: Ausschluss von kardiologischen Risiken für eine Schwangerschaft (EKG und Echokardiogramm erforderlich).
  2. Attest des Internisten: Ausschluss innerer Erkrankungen, die einer Schwangerschaft entgegenstehen.
  3. Ganzkörper-Ultraschall und Mammogramm.

Notwendige Untersuchungen beim Partner/Samenspender:

  1. TESE/Mikro-TESE Bericht (falls vorhanden)
  2. Blutgruppe
  3. FSH, LH-Hormonspiegel
  4. Bild (für die Auswahl des Samenspenders)

Behandlungsablauf in Zypern

Nach Abschluss der Vorbehandlung wird der Embryonentransfer durchgeführt. Der Aufenthalt in Zypern beträgt nur 2-3 Tage. Die Behandlung ist einfach, unkompliziert und erfolgreich.

Nachsorge

Nach dem Embryonentransfer wird nach 12 Tagen ein Schwangerschaftstest (Beta-hCG) durchgeführt. Bei positivem Ergebnis wird die Schwangerschaft weiter überwacht. Bei negativem Ergebnis werden die Medikamente abgesetzt und die nächste Periode abgewartet.

Vitrifikation (Kryokonservierung) von Embryonen

Nicht verwendete Embryonen guter Qualität können kryokonserviert (eingefroren) werden. Dies bietet die Möglichkeit, bei einem Behandlungsmisserfolg oder dem Wunsch nach einem weiteren Kind diese Embryonen zu verwenden. Die Kryokonservierung ist kostenpflichtig.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Eine Embryonenspende ist eine Option für Paare, die keine eigenen Embryonen verwenden können, wobei ein befruchteter Embryo von anderen gespendet wird.

Frauen, die keine eigenen Embryonen haben oder diese aus gesundheitlichen Gründen nicht nutzen können.

Ein gespendeter Embryo wird während eines normalen IVF-Zyklus in die Gebärmutter der Empfängerin übertragen.

Ja, die Embryonenspende kann ethische Fragen aufwerfen, weshalb umfassende Beratung wichtig ist.

Die Chancen einer erfolgreichen Schwangerschaft sind ähnlich wie bei frischen IVF-Zyklen.