Fetale Reduktion

Fetale Reduktion

Bei einer IVF-Behandlung kann es durch einen Mehrlingstransfer zu einer Mehrlingsschwangerschaft (Drillinge, Vierlinge etc.) kommen. Um die Risiken für Mutter und Kinder zu reduzieren, kann eine fetale Reduktion durchgeführt werden. Viele Frauen mit einer Mehrlingsschwangerschaft (ab Drillingen) entscheiden sich für diesen Eingriff, um eine gesunde Schwangerschaft und Geburt zu ermöglichen und das Risiko einer Frühgeburt zu minimieren.

Negative Auswirkungen einer Mehrlingsschwangerschaft

Die meisten Mehrlingsschwangerschaften verlaufen zwar unkompliziert, doch mit steigender Anzahl an Föten steigt das Risiko von Komplikationen. Die größten Risiken sind Frühgeburten, die wiederum zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen können.

  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Übelkeit und Erbrechen aufgrund erhöhter Hormonspiegel.
  • Dreifach erhöhtes Risiko eines Kaiserschnitts.
  • Dreifach erhöhtes Risiko von Todesfällen von Mutter und/oder Kindern.
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Frühgeburten und Untergewicht der Neugeborenen.
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Schwangerschaftshypertonie.
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Anämie (Blutarmut).
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Plazentainsuffizienz und Plazentaablösung.
  • Erhöhtes Risiko von postpartalen Blutungen.
  • Erhöhtes Risiko von Polyhydramnion (zu viel Fruchtwasser).
  • Erhöhtes Risiko von Fehlstellungen der Föten und dadurch erschwerten Geburten.
  • Erhöhtes Risiko von Uterusatonie und postpartalen Blutungen aufgrund von Überdehnung des Uterus.
  • Erhöhtes Risiko eines Aufenthalts auf der Intensivstation nach der Geburt.

Fetale Reduktion

Die fetale Reduktion wird in der 11. bis 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Der Eingriff findet unter Ultraschallkontrolle und Anästhesie statt und kann entweder transabdominal (durch die Bauchdecke) oder transvaginal (durch die Scheide) erfolgen. Dabei wird der Fötus, der reduziert werden soll, mittels einer feinen Nadel entweder durch Aspiration oder Injektion einer Kaliumchloridlösung entfernt. Eine Abtreibung ist nicht notwendig. Der Fötus wird vom Körper resorbiert. Das Risiko, nach einer fetalen Reduktion weitere Föten zu verlieren, liegt bei 1-5%.

Rechtliche Lage

In der Türkei ist die fetale Reduktion verboten.

Kosten für eine fetale Reduktion in Zypern

Die Kosten für eine fetale Reduktion variieren je nach Land und Klinik. Die Kosten umfassen den Eingriff selbst sowie gegebenenfalls Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten. Kontaktieren Sie uns für detaillierte Informationen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Fetale Reduktion ist ein Verfahren, bei dem die Anzahl der Föten in einer Mehrlingsschwangerschaft reduziert wird, in der Regel aus medizinischen Gründen.

Diese Entscheidung wird oft getroffen, wenn es gesundheitliche Risiken für die Mutter oder die Föten gibt, oder wenn die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen hoch ist.

Der Eingriff wird in der Regel durch eine Kombination aus Ultraschall und Injektion von Medikamenten, um den betroffenen Fötus zu entfernen, vorgenommen.

Fetale Reduktion kann emotional belastend sein; viele Frauen und Paare benötigen nach dem Verfahren psychologische Unterstützung.

Wie bei jedem medizinischen Eingriff gibt es Risiken, einschließlich möglicher Komplikationen in der Schwangerschaft und emotionaler Belastung.