
Was ist Samenspende?
Eine Samenspende (oder Samenübertragung) ist eine IVF-Methode für Paare, die aufgrund von männlicher Infertilität (z.B. Azoospermie) oder aus gesundheitlichen Gründen (genetische oder infektiöse Erkrankungen) nicht auf natürliche Weise ein Kind zeugen können. Dabei wird Spender-Samen (Donorsamen) aus einer Samenbank verwendet.
Eine Samenspende kann auch von alleinstehenden Frauen genutzt werden, die sich ein Kind wünschen.
Der Erfolg einer Samenspende hängt von verschiedenen Faktoren ab: Alter der Frau, Eierstockreserve und Qualität der entstehenden Embryonen.
Aktuelle Forschung
Gegenwärtig wird an der Nutzung von Stammzellen zur Behandlung von Azoospermie geforscht. Eine klinische Anwendung gibt es jedoch bisher noch in keinem Land. Daher ist die Samenspende die einzige Alternative, wenn andere Verfahren wie Mikro-TESE, TESE, TESA, MESA oder PESA erfolglos geblieben sind.
In unserer Klinik entscheiden Paare nach einem letzten Versuch mit Mikro-TESE, TESA oder TESE in Zypern selbst über den weiteren Behandlungsverlauf. Wird dabei Sperma gefunden, wird die Behandlung wie bei einer normalen IVF fortgeführt. Wird kein Sperma gefunden, wird die Behandlung mit Spendersamen aus einer Samenbank durchgeführt.
Frauen ohne funktionstüchtige Eizellen können sich ebenfalls für eine Eizellenspende entscheiden.
Rechtliche Lage und Vorteile in Zypern
In Zypern ist die Samenspende seit vielen Jahren legal. Zypern bietet viele Vorteile: hohe Erfolgsraten, wettbewerbsfähige Preise, umfassende Dienstleistungen (Unterbringung, Service), Urlaubsmöglichkeiten, langjährige Erfahrung und modernste Technologie.
Vorteile Zypern
Insbesondere für Patientinnen aus der Türkei ist Zypern aufgrund folgender Vorteile besonders attraktiv: kein Visum erforderlich, keine Sprachbarrieren und im Vergleich zu europäischen Ländern deutlich günstigere Behandlungskosten.
Wer braucht eine Samenspende?
- Männer mit schlechten oder fehlenden Spermien
- Männer mit genetischen Erkrankungen
- Frauen ohne männlichen Partner
- Männer mit Klinefelter-Syndrom
- Paare, die sich für das ROPA-Verfahren entscheiden (bei Paaren mit zwei Frauen)
Samenbank – Auswahl und Beschaffung des Spermas
Für Samenspenden werden nur Spermienproben verwendet, die zuvor auf alle gängigen infektiösen und genetischen Krankheiten getestet wurden und deren Befruchtungsfähigkeit nachgewiesen ist. Die Auswahl erfolgt nach den Wünschen des Paares unter Berücksichtigung von Blutgruppen- und physischen Merkmalen. Die Samenbanken befinden sich in Ländern wie den USA und Dänemark.
Vor der Verwendung werden die Spenderspermien auf HIV, Hepatitis B und C, Syphilis, Chlamydien, Gonorrhöe, Mukoviszidose, Thalassämie und Karyotyp (46,XY) untersucht.
Vorbereitung und Nachsorge bei der Empfängerin
Nach den notwendigen Untersuchungen und Tests wird ein individuelles Behandlungsprotokoll für die Patientin erstellt, das von ihrem eigenen Gynäkologen oder einem von uns empfohlenen Arzt überwacht wird. Die Vorbereitung beginnt in der Regel am 2. oder 3. Tag der Periode und dauert 10-15 Tage. Ziel ist es, durch die Stimulation die Anzahl der reifen Eizellen zu erhöhen und die Erfolgschancen der IVF zu verbessern.
Notwendige Tests bei der Empfängerin:
- FSH, LH, E2, PRL (2./3. Tag der Periode)
- AMH
- TSH, T3, T4
- Blutbild
- Blutzucker (nüchtern)
- Harnstoff, SGOT, SGPT
- PT, INR, PTT
- Folsäure, Vitamin B12, Vitamin D
- Blutgruppe
- HBsAg, Anti-HCV, HIV, VDRL
- Beckenultraschall
Notwendige Informationen von der Empfängerin:
- Letzte Menstruation (1. Tag)
- Behandlungsentscheidung
Notwendige Tests beim Partner/Spender:
- TESE/Mikro-TESE Bericht (falls vorhanden)
- Blutgruppe
- FSH, LH
- Foto und physische Beschreibung für die Partnerwahl
Ablauf der Samenspende in Zypern
Die Behandlung beginnt nach Abschluss der Vorbehandlungsphase mit einem einwöchigen Aufenthalt in Zypern.
Tag 1: Ankunft, keine medizinischen Eingriffe.
Tag 2: Eizellentnahme unter Narkose. Auswahl des Spendersamens.
Tag 3-6: Erholung im Hotel.
Tag 7: Embryonenübertragung.
Tag 8: Abreise.
Nachsorge: Schwangerschaftstest 12 Tage nach dem Embryonentransfer. Bei positivem Test: Medikamenteneinnahme und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.
Eine Samenspende ist der Einsatz von Spendersamen zur Befruchtung einer Eizelle, oftmals bei männlicher Unfruchtbarkeit oder bei alleinstehenden Frauen und lesbischen Paaren.
Die Anonymität des Spenders variiert je nach Rechtsprechung; in einigen Ländern können Kinder später die Identität des Spenders erfahren.
Spender werden gründlich medizinisch und genetisch untersucht, um sicherzustellen, dass sie gesund sind und keine genetischen Bedingungen weitergeben.
Paare oder Einzelpersonen können oft aus einem Profil Katalog wählen und Spender nach bestimmten Kriterien wie Aussehen, Bildung und Interessen auswählen.
Ja, Samenspende ist ein sehr sicherer Prozess, sowohl für den Spender als auch für die Empfängerin, da extensive Tests und Aufbereitungsverfahren durchgeführt werden.

